VKD fragt nach: drei Monate Zweigverein Oberlausitz Voller Tatendrang in der Oberlausitz: Vorsitzender Henry Wunderling (links) und Thomas Wolffgang vom Landesverband der Köche Mitteldeutschland bei der Vereinsgründung im März. Foto: Wunderling

Die Neugründung des Oberlausitzer Köchevereins ist nun ein gutes Vierteljahr her. Wir haben nachgehört, wie die ersten Monate beim neuen VKD-Zweigverein – Nummer 928 – liefen und was für den Rest des Jahres geplant ist.

Von Anna Häuser

Der 9. März 2020 wurde zur Geburtsstunde des Oberlausitzer Köchevereins e. V., dem ersten neuen VKD-Zweigverein nach zehn Jahren. Doch die Bautzener Köchinnen und Köche haben sich keine leichte Zeit ausgesucht, um ihren Verein ins Leben zu rufen. „Nach unserer Gründung haben sich die Ereignisse überschlagen, sodass der Start unseres Vereins erst einmal ausgebremst wurde“, berichtet Henry Wunderling, Vorsitzender der Oberlausitzer Köche. „Wir konnten keine Vorstandssitzungen wie geplant durchführen. Dadurch ziehen sich bürokratische und notarielle Formalitäten noch etwas hin.“ Diese Startschwierigkeiten möchte der Vorsitzende aber im Laufe des Monats Juni beigelegt haben und sich endlich auf die eigentliche Vereinsarbeit konzentrieren. Ein zentraler Punkt dabei: der Dialog unter Kollegen. „Wir möchten eine Plattform zum Austauschen bieten. Künftige Veranstaltungen sollen unsere Köchinnen und Köche mit Kollegen branchennaher Unternehmen und regionalen Anbietern zusammenbringen“, erklärt Henry Wunderling. Die ersten Möglichkeiten für einen solchen Erfahrungsaustausch haben die Oberlausitzer schon genutzt, als sie sich bei der Aktion „Leere Stühle“ engagierten. Nach der Sommerpause sollen dann auch endlich eigene Veranstaltungen durchgeführt werden.

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Wichtiges Thema in der Oberlausitz: Jugendarbeit Foto: Wunderling

Mitglieder gewinnen, Jugend fördern, Präsenz zeigen

Gestartet ist der Oberlausitzer Köcheverein mit zwanzig Mitgliedern, weitere sollen folgen. Und die möchte man vor allem beim Köchenachwuchs gewinnen. „Die Förderung der Jungköche ist sehr wichtig für uns“, sagt Henry Wunderling. Auch wenn der Kontakt zu angehenden Köchinnen und Köchen durch die Absage von Regionalwettkämpfen und Berufsschulunterricht erschwert wurde, schauen die Bautzener positiv in die Zukunft. „Unsere Jugendwartin Anna Junske freut sich schon sehr darauf, im zweiten Halbjahr den Aufbau einer Jugendgruppe in Angriff zu nehmen“, so der Vorsitzende. Den Fokus auf Jugendarbeit teilt der neue Zweigverein mit seinen Nachbarn: Gemeinsam mit dem Verein der Dresdner Köche 1872 e. V., die beide dem Landesverband der Köche Mitteldeutschland angehören, sollen 2021 zwei Jugendveranstaltungen umgesetzt werden.

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In Aktion: Vorsitzender Henry Wunderling bei „Leere Stühle“. Foto: Wunderling
Auch regionale Präsenz ist die Devise der Oberlausitzer Köche. Am Tag der Vereine in Bautzen sowie auf dem Berufemarkt möchten die Mitglieder auf ihren Verein aufmerksam machen, Neumitglieder gewinnen und junge Leute für den Kochberuf begeistern. Wir sind gespannt, was die Zukunft für die Bautzener Köchinnen und Köche rund um den Oberlausitzer Köcheverein bereithält.


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