Eine Bühne für engagierte Ausbilder:innen

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Das Engagement der Ausbilderinnen und Ausbilder spielt eine große Rolle dabei, junge Menschen für den Kochberuf zu begeistern, sie zu qualifizierten Fachkräften auszubilden und in der Branche zu halten. Nachwuchsförderung ist für den Verband der Köche Deutschlands Auftrag und Herzensangelegenheit zugleich. Denn eine fundierte Kochausbildung trägt wesentlich dazu bei, die Zukunft des Berufs zu sichern. Mit der neuen Auszeichnung „Laurentius“ ehrt der VKD Ausbilder:innen, die sich besonders vorbildlich für die Nachwuchsförderung in ihrem Betrieb einsetzen. „Mit dem Award wollen wir Menschen in den Vordergrund stellen, die für eine gute Kochausbildung stehen und sich für diese tagtäglich aktiv engagieren“, sagt VKD-Vizepräsident Joachim Elflein.  

In Frankfurt am Main wurden die Sieger des ersten Laurentius verkündet (von links): Stefan Wilke, Caroline Kampmann (in Vertretung für Bernhard Kampmann), Dieter Fembacher und Kai-Uwe Schütt. Nicht auf dem Bild: Sieger Andreas Widmann. Foto: VKD/Hilger

Sieger 2023

Bei der Preisverleihung am Sonntagabend, 10. September 2023, im Le Méridien in Frankfurt am Main, wurden die Sieger unter dem Applaus der rund 100 Gäste bekannt gegeben. Preisträger des ersten Laurentius sind Dieter Fembacher vom Kloster Seeon Kultur- und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern in Seeon, Bernhard Kampmann vom Schlichte Hof in Bielefeld, Kai-Uwe Schütt vom Upstalsboom Wyk auf Föhr im gleichnamigen Ort, Andreas Widmann von Widmann’s Alb.leben in Königsbronn sowie Stefan Wilke vom The Fontenay in Hamburg. Außerdem erhielt Martin Seitel von der  Kolpinghaus Gaststätten Betriebs GmbH, Restaurant St. Erhard in Regensburg den Ehrenpreis.

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Wer war Laurentius von Rom? 

Laurentius von Rom war ein römischer Diakon zur Zeit des Papstes Sixtus II. Er starb am 10. August 258 als Märtyrer und wird in mehreren Konfessionen als Heiliger verehrt. Laurentius ist der Schutzpatron vieler Berufsgruppen, die mit offenem Feuer zu tun haben – unter anderem dem Kochberuf. An vielen Orten finden jährlich an seinem Todestag meist kirchliche Gedenkveranstaltungen statt.

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Die Mentor:innen 2023

Rundes Porträt Anton Schmaus

Investition in die Zukunft der Branche

Wir müssen uns verstärkt dafür einsetzen, wieder mehr junge Menschen für unseren tollen Beruf zu begeistern. Ich möchte mit dieser Unterstützung gerne dazu beitragen, das Berufsbild Köchin/Koch bei den Nachwuchskräften mehr in das Bewusstsein zu rücken und zeigen, welche vielfältigen Möglichkeiten diese Ausbildung mit sich bringt. Es ist eine Investition in unsere Branche und damit in unsere Zukunft als Gastronom:innen.


Anton Schmaus ist Sternekoch und Inhaber des Sternerestaurants Storstad mit der Sushibar Aska, dem szenigen Fusion-Restaurant Sticky Fingers mit Cocktailbar und dem Gourmet-Lieferdienst Proviant – alle in Regensburg.


Jens Rittmeyer

Ausbilder:innen eine Bühne bieten

Es ist heutzutage sehr wichtig, dass man ausbildenden Kolleg:innen, eine Bühne gibt, auf der sie ihre Konzepte und Qualifikation einem breiteren Publikum präsentieren können. Sie sind damit anderen ein Vorbild und zeigen, wie man Ausbildung und das Tagesgeschäft verantwortungsvoll unter einen Hut bringt. Die große Herausforderung für uns alle ist, das Fachliche mit Qualität, sozialem Verantwortungsbewusstsein und Wirtschaftlichkeit zu vereinbaren. Durch das Kennenlernen dieser Kolleg:innen und ihrer Konzepte lernen wir voneinander und der besten Umsetzung gebührt eine entsprechende Anerkennung. 

Auszeichnungen helfen immer auch Anderen, darüber nachzudenken, was die Kollegin oder der Kollege anders macht, und das eigene Tun zu reflektieren. Niemand ist der Schlaueste. Wir alle lernen voneinander. Die Motivation, täglich besser zu werden, sollte der Anspruch sein, um sich selbst zu verbessern und seine Mitmenschen besser zu machen. Gerade heutzutage kann eine solche Auszeichnung helfen, den besonders Motivierten Danke zu sagen. Denn ohne gute Ausbilder:innen gibt es keinen vernünftigen Nachwuchs.


Jens Rittmeyer kochte in vielen Sterneküchen, davon sieben Jahre lang in Portugal. Inzwischen ist der Spitzenkoch Inhaber des Restaurants No4 in Buxtehude, hat eine Kochschule und einen eigenen Delikatessen-Shop.  


Cornelia PolettoFrauen Mut machen, den Kochberuf zu ergreifen

Ich unterstütze den Laurentius Award, weil er auch Themen wie das Arbeitsklima, Weiterbildung und Nachhaltigkeit beleuchtet. Meine Ausbildung zur Köchin war erstklassig, aber auch ziemlich hart. Heute bilde ich selbst junge Koch-Talente aus und weiß, wieviel mehr dazu gehört, eine gute Ausbilderin zu sein als das fachliche Know-how zu vermitteln. Es geht auch und vor allem darum, die Leidenschaft der Azubis zu wecken und sie zu ermutigen, auf Basis ihres Handwerks immer wieder Neues auszuprobieren, um ihren eigenen Stil zu finden.

Auszeichnungen wie diese rücken die Ausbildung zur Köchin oder zum Koch in den Fokus. Das ist wichtig, denn wir brauchen guten Nachwuchs. Insbesondere Köchinnen. Leider gibt es immer noch viel weniger Frauen als Männer in unserem Beruf. Das liegt vor allem an den familienunfreundlichen Arbeitszeiten. Dennoch möchte ich Frauen Mut machen, diesen wunderbaren Beruf zu ergreifen, wenn er sie reizt. Mit guter Organisation und in Zeiten, in denen auch Väter in Elternzeit gehen können, ist es möglich, beides zu haben: Kind und Küchen-Karriere.


Cornelia Poletto ist VKD-Mitglied und Inhaberin des Restaurants „CORNELIA POLETTO“, des „Paolas“, einem Mix aus Bar und Deli, sowie der Kochschule „Cucina Cornelia Poletto“ in Hamburg. Ihre Rezepte sind in bislang neun Kochbüchern (das neueste: „Echt Poletto“, 2020) veröffentlicht worden.


Robin Pietsch

Image der KochAusbildung verbessern

„Ich unterstütze den Laurentius, da dieser Award die Leistung von Ausbilderinnen und Ausbildern würdigt, die einen wertvollen Beitrag zur beruflichen Bildung und Entwicklung von Auszubildenden geleistet haben. Außerdem fördert der Laurentius das Bewusstsein für die Bedeutung einer Ausbildung. Solch ein Award ist wichtig, um die Qualität der Kochausbildung kontinuierlich zu verbessern und um Auszubildende zu motivieren, ihr Bestes zu geben. Auszeichnungen wie diese helfen, das Image einer Ausbildung in der Kochbranche zu verbessern, indem sie positive Beispiele für herausragende Ausbilderinnen und Ausbilder präsentieren.“ 

Robin Pietsch ist gelernter Koch und Konditor. Er arbeitete unter anderem an der Seite von Rene Bobzin, dem ersten Sternekoch Sternekoch Sachsen-Anhalts. Heute ist er Inhaber der beiden Restaurants ZeitWerk und PIETSCH in Wernigerode, beide sind mit einem Stern ausgezeichnet.  



Bettina Stark-Watzinger, Mitglied des Deutschen Bundestages, Bundesministerin für Bildung und Forschung. Foto: Bundesregierung – Guido Bergmann
Bettina Stark-Watzinger, Mitglied des Deutschen Bundestages, Bundesministerin für Bildung und Forschung. Foto: Bundesregierung – Guido Bergmann

„den berufsstart junger menschen in vorbildlicher weise prägen“

Ein neuer Award ist immer auch eine Botschaft, in diesem Fall sogar eine doppelte. Es geht darum, herausragende Ausbilderinnen und Ausbilder für ihr Engagement zu würdigen. Und darum, die duale Ausbildung für Köchinnen und Köche insgesamt zu stärken.  

Wie wichtig diese Ziele sind, spüren wir alle. Das duale Ausbildungssystem steht nicht erst seit der Corona-Pandemie unter Druck und auch nicht allein in der Hotel- und Gastronomiebranche. Die Vertragsabschlüsse stagnieren, viele Stellen bleiben unbesetzt und immer weniger Jugendliche lassen sich zu beruflich qualifizierten Fachkräften ausbilden, die wir in Deutschland so dringend brauchen. Dabei werden wir die großen Aufgaben, die vor uns liegen, wie den Klimaschutz, die Digitalisierung oder den demografischen Wandel als Gesellschaft nur bewältigen, wenn viele Menschen entschlossen zupacken. Deswegen setze ich mich dafür ein, dass es wieder attraktiver und anerkannter wird, sich für eine duale Berufsausbildung zu entscheiden. 

Jeder und jede soll den Bildungsweg finden, der am besten zu den eigenen Talenten und Interessen passt. Gerade deshalb ist der unverstellte Blick auf alle Möglichkeiten wichtig, damit die berufliche Bildung – zum Beispiel aus Imagegründen – nicht zu kurz kommt. Fakt ist: Sie wird oft unterschätzt. 

Umso mehr freut es mich, dass immer mehr Arbeitgeber in die Offensive gehen. Mit Beginn des aktuellen Ausbildungsjahres sind insgesamt sieben modernisierte Ausbildungsberufe in der Hotel- und Gastronomiebranche gestartet. Auch der Verband der Köche Deutschlands e. V. hat sich für diese passgenauen Berufsprofile eingesetzt. Mit dem neuen zweijährigen Ausbildungsberuf, der Fachkraft Küche, gehört er zu den Vorreitern für ein durchlässiges Laufbahnkonzept – meinen Glückwunsch dazu. 

Gratulieren können wir bald auch den ersten Gewinnerinnen und Gewinnern des „Laurentius“, weil sie zu den besten Ausbilderinnen und Ausbildern gehören und den Berufsstart junger Menschen in vorbildlicher Weise prägen. Den Bewerberinnen und Bewerbern wünsche ich viel Erfolg und Ihnen allen, die Sie sich für gute Küche stark machen – ob in der Ausbildung oder anderswo –, dass Sie Ihre Kunst weitergeben können. Denn davon haben wir alle viel. Herzlichen Dank für Ihr Engagement.  

Bettina Stark-Watzinger  

Mitglied des Deutschen Bundestages
Bundesministerin für Bildung und Forschung 


 

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