Talent auf über 400 Tellern: Azubis kochen um Finaleinzug Fünf Finalistinnen und einen Finalisten brachten die drei Halbfinals des Rudolf Achenbach Preis 2026 hervor. Fotos: VKD

Im Frühjahr traten in Düsseldorf, Fulda und Osnabrück 24 junge Kochtalente an, um sich einen Platz im Finale des Rudolf Achenbach Preis 2026 zu sichern.

➡️ Fotoimpressionen aller Halbfinals am Ende des Beitrags

Text Anna Häuser  Fotos VKD

24 angehende Köch:innen, drei Halbfinals, ein Ziel: der Einzug ins Finale des Rudolf Achenbach Preis 2026. Im vergangenen Jahr hatten der Verband der Köche Deutschlands e. V. (VKD) und die Achenbach Delikatessen-Manufaktur den traditionsreichen Wettbewerb zum 50-jährigen Jubiläum modernisiert – ein Konzept, das in diesem Jahr erfolgreich fortgeführt wurde. Über 70 Kochauszubildende aus dem zweiten und dritten Lehrjahr hatten sich bundesweit beworben – aus Sternerestaurants und großen Hotels, Betriebskantinen, Cateringunternehmen und kleinen Landgasthöfen. In einer anonymen Auswertung sichtete die Jury die eingereichten Arbeitsablaufpläne und wählte 24 Nachwuchstalente für die praktischen Halbfinals aus. An drei Standorten traten je acht Wettstreiter:innen gegeneinander an, um sich einen Platz im Finale zu sichern. Die Aufgabe: die Planung, Zubereitung und das Anrichten eines Drei-Gang-Menüs für jeweils sechs Personen. Jeder erhielt zwei mögliche Warenkörbe mit Pflicht- und Wahlkomponenten, zu denen zuvor ein Menü eingereicht worden war. Erst am Wettkampftag wurde bekannt, welcher der beiden Körbe tatsächlich zum Einsatz kam. Auf insgesamt 432 Tellern bewiesen die Auszubildenden Können, Kreativität und Nervenstärke. 

Düsseldorf: Auftakt mit Pulpo und Lamm 

Der Startschuss fiel am 13. März im Albrecht-Dürer-Berufskolleg in Düsseldorf. Für Begeisterung sorgten nicht nur die moderne Schulküche und die neonpinkfarbenen Kochutensilien, sondern auch der herausfordernde Warenkorb: Für die Vorspeise des Drei-Gang-Menüs waren Pulpo und schwarzer Knoblauch gesetzt, im Hauptgang mussten Lammkarree und -schulter verarbeitet werden, für das Dessert waren Birne und Mascarpone vorgeschrieben. Mehr als 20 Gäste zeigten sich begeistert von der Leistung der jungen Köch:innen – darunter die Düsseldorfer Bürgermeisterin Carla Gerlach sowie Schulleiter Ingo Schäfer. Am Ende entschied die Jury um Vorsitzenden Michael Schneider und Observer Ulrich Schäfermeyer, wer ein Ticket für das Finale löste: Maike Hohndorf vom Dorint Hotel Frankfurt/Oberursel und Shakhrizoda Bakhodirova vom Landhotel Voshövel in Schermbeck zeigten das beste kulinarische Gespür und setzten sich gegen ihre sechs Mitstreitenden durch. Neben der Menügestaltung, der Arbeitsweise in der Küche sowie der Präsentation und dem Geschmack floss auch der Arbeitsablaufplan in die Gesamtbewertung ein, mit dem sich die Azubis im Vorfeld beworben hatten. 

Fulda: Zwei weitere Finaltickets vergeben 

Acht Tage nach Düsseldorf ging es in der Eduard-Stieler-Schule in Fulda spannend weiter, als acht junge Kochtalente um zwei weitere begehrte Finalplätze kämpften. Sie mussten aus einem Warenkorb mit Kaninchen und grünem Pfeffer, Ochsenbäckchen und Pastinake sowie Passionsfrucht und Nougat jeweils ein Drei-Gang-Menü für sechs Personen kreieren. Die frischen Produkte stellte in allen Halbfinals Transgourmet zur Verfügung. Der Premiumsponsor unterstützt den Wettbewerb zudem mit Gutscheinen zum Trainieren: 150 Euro für die Halbfinals, 300 Euro für die Finalist:innen. Das Training zahlte sich aus: Die rund 30 Gäste, darunter Schulleiterin Isabel Herbert, lobten die Menüs der Nachwuchstalente in höchsten Tönen. Den Sieg und damit die Finaltickets sicherten sich zwei Azubis aus Baden-Württemberg: Dennis Weinert von der Traube Tonbach in Baiersbronn sowie Leonie Maier vom 1950 Bio-Fine-Dining-Restaurant in Hayingen. 

Osnabrück: Fisch, Fleisch und süßer Abschluss 

Am 10. April machte der Wettbewerb Station im Berufsschulzentrum am Westerberg in Osnabrück. Auch hier stellten sich acht Nachwuchsköch:innen der Herausforderung und einem anspruchsvollen Warenkorb. Für die Vorspeise waren Goldforelle, Misopaste und Shiitake-Pilze vorgegeben. Im Hauptgang mussten Schweinefilet sowie frischer Schweinebauch mit Schwarte und dreierlei Karotten verarbeitet werden. Den süßen Abschluss bildeten Äpfel und Quark. Unter den rund 30 Gästen befanden sich der Schulleiter Ulf Zumbrägel sowie die Oberbürgermeisterin der Stadt Osnabrück Katharina Pötter, die die Leistungen der Teilnehmenden vor Ort verfolgten. Von Rotwein-Butter-Eis bis geräuchertem Forellenfilet: Die Leihgeräte der Sponsoren Frxsh und Heinzelmann ermöglichten es den Teilnehmenden in allen Halbfinals, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und sorgten so für geschmackliche Highlights auf den Tellern. Für die passende Weinbegleitung zum Menü sorgte eine Auswahl von der Weinkellerei Höchst. In Osnabrück überzeugten am Ende Isabelle Hatesuer vom Gasthaus Müller in Göxe sowie Svea Kropp vom The Fontenay in Hamburg die Jury und vervollständigen so die Runde der sechs Finalist:innen.  

Zusätzlich zu den Gutscheinen von Transgourmet durften sich die Auszubildenden aus Düsseldorf, Fulda und Osnabrück über Urkunden und hochwertige Sachpreise von Partnern und Unterstützern freuen – darunter Goodie-Kits von Transgourmet, Messer von Victorinox, Pfannen von AMT sowie die Möglichkeit, an einem Training der Köche-Jugendnationalmannschaft teilzunehmen. 

Finalticket mal sechs 

Das große Finale des Rudolf Achenbach Preis 2026 findet am 20. und 21. Mai in Frankfurt am Main statt. Auf Warenerkennung und Theorietest folgt in gewohnter Manier die Praxis. Wie bereits in der Jubiläumsausgabe im vergangenen Jahr bietet die graffiti-besprühte Industrial-Location der Naxoshalle einen urban-modernen Rahmen. Die sechs Finalist:innen kochen in Foodtrucks – und zwar ein Drei-Gänge-Menü sowie Fingerfood für vier Personen. Wie in den Vorjahren bleibt der Warenkorb eine Black Box; das Geheimnis um die Zutaten wird erst am Finaltag gelüftet. 

Kleinere und größere Missgeschicke, eine Stippvisite im Krankenhaus – und trotzdem ist es „der wichtigste Wettbewerb, an dem wir als Azubis teilnehmen werden“, so das Feedback einer Teilnehmerin. Zurück bleiben Kochtalente, die eine unvergessliche Erfahrung mitnehmen, stolze Ausbilder:innen, begeisterte Gäste und Veranstalter, die einmal mehr wissen, warum sie diesen Wettbewerb seit mehr als fünf Jahrzehnten gemeinsam ausrichten. Jetzt heißt es: Daumen drücken für das Finale – wer wird Deutschlands beste Nachwuchsköchin oder bester Nachwuchskoch? 


Die Finalist:innen

  • Dennis Weinert, Traube Tonbach, Baiersbronn (drittes Lehrjahr) 
  • Isabelle Hatesuer, Gasthaus Müller, Göxe (drittes Lehrjahr) 
  • Leonie Maier, 1950 Bio-Fine-Dining-Restaurant, Hayingen (drittes Lehrjahr) 
  • Maike Hohndorf, Dorint Hotel Frankfurt/Oberursel, Oberursel (drittes Lehrjahr) 
  • Shakhrizoda Bakhodirova*, Landhotel Voshövel GmbH, Schermbeck (zweites Lehrjahr) 
  • Svea Kropp, The Fontenay, Hamburg (drittes Lehrjahr) 

Ergebnisse und Impressionen der Halbfinals


Außerdem in den drei Halbfinals angetreten sind (Vornamen in alphabetischer Reihenfolge): 

  • Annika Kröger, Brasserie Hülsmann, Düsseldorf (zweites Lehrjahr) 
  • Ben Wölfle, Bornheimer Ratskeller, Frankfurt am Main (drittes Lehrjahr) 
  • Emma Schirza, Kastens Hotel Luisenhof, Hannover (zweites Lehrjahr) 
  • Frederik van Suntum, Der Öschberghof, Donaueschingen (drittes Lehrjahr) 
  • Hannes Krohn, Holdenstedter Hof, Uelzen (zweites Lehrjahr) 
  • Jaden Haas, Badhotel Sternhagen, Cuxhaven (drittes Lehrjahr) 
  • Katharina Möhrle, Sonnenalp Resort, Ofterschwang (drittes Lehrjahr) 
  • Laurenz Sobanski, PATIO, Berlin (zweites Lehrjahr) 
  • Lea Grob, Dorint Hotel, Frankfurt (drittes Lehrjahr) 
  • Lena Dhonau, Weinromantikhotel Richtershof, Mülheim (drittes Lehrjahr) 
  • Luca Fischer, Wellness & Naturresort Reischlhof, Wegscheid (drittes Lehrjahr) 
  • Max Polster, Siemens AG, Erlangen (zweites Lehrjahr) 
  • Moritz Mandelbaum, Steins Traube, Mainz (drittes Lehrjahr) 
  • Nichita Sladek, Kameha Grand Hotel Bonn, Bonn (zweites Lehrjahr) 
  • Oleksandra Herbiei, Schlosscafé, Heimbach (drittes Lehrjahr) 
  • Paul Nicola Stegmann, Restaurant Tim Raue, Berlin (drittes Lehrjahr) 
  • René Gotthardt, Hotel Seelust, Cuxhaven (drittes Lehrjahr) 
  • Vincent Gauch, Anton Häring KG Betriebsrestaurant Antonis, Bubsheim (drittes Lehrjahr) 

Danke an die VKD-Jury

  • Michale Schneider (Vorsitzender)
  • Ulrich Schäfermeyer (Observer)

Arbeitsablaufpläne 

  • Richard Beck  
  • Sophia Birlem 
  • Stefan Brandes 
  • David Fischer 
  • Frank Kapfermann 
  • Roland Stieglmeier-Maidl 

Halbfinals 

  • Martin Richter (Düsseldorf, Küche) 
  • Frank Sasse (Düsseldorf, Küche) 
  • Eric Essen (Düsseldorf, Tasting) 
  • Gabriele Gehrisch (Düsseldorf, Tasting) 
  • Matthias Höhl (Fulda, Küche) 
  • Volker Osieka (Fulda, Küche) 
  • Stefan Faulstich (Fulda, Tasting) 
  • Biagio Schiliro (Fulda, Tasting) 
  • Stefan-Franz Höglsperger (Osnabrück, Küche) 
  • Reiner Schopen (Osnabrück, Küche) 
  • Christian Mutter (Osnabrück, Tasting) 
  • Marie Themann (Osnabrück, Tasting) 

Rap Jumbo

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