Der Kochnachwuchs des Landesverbands Hessen sowie teils aus West und Bayern traf sich in diesem Jahr zum Jugendcamp in Nordhessen. Zurück blieben Eindrücke von kulturellen Highlights, wertvolles Know-how und ein starkes Netzwerk für den weiteren Berufsweg.
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Text Koch-Club Kassel e. V./VKD Fotos Barbara Röder und Karin Hellwig-Dittler
Ende Juni machte das Jugendcamp des VKD-Landesverbands Hessen Station in Kassel. Gastgeber war in diesem Jahr der Koch-Club Kassel, der 18 Auszubildenden im zweiten und dritten Lehrjahr ein abwechslungsreiches Programm aus Praxis, Regionalität und gemeinschaftlichem Erleben bot. Gleich zum Auftakt drehte sich alles um regionale Spezialitäten: In der Gärtnerei Wicke ernteten die Teilnehmenden die Kräuter für die Kasseler Grüne Soße und erfuhren Wissenswertes über Anbau und Zusammensetzung. Anschließend bereiteten sie das Traditionsgericht in der Mensa der Offenen Schule Waldau zu – inklusive einer angeregten Diskussion über Kasseler und Frankfurter Grüner Soße. Im Schlosshotel Bad Wilhelmshöhe stand anschließend ein Tapas-Workshop mit Küchenchef Max Riezler, Sous-Chefin Lisa Gallouzo und Tapas-WM-Finalist Volker Osieka auf dem Programm. Neben kulinarischen Highlights gab es auch einen feierlichen Moment: Das Hotel erhielt das Siegel „Qualifizierter Ausbildungsbetrieb“ des VKD. Zudem wurde Max Riezler nachträglich die Nominierten-Plakette des Laurentius 2025 überreicht.
Handwerk zum Anfassen
Der zweite Camp-Tag führte zunächst in die Schokoladenmanufaktur Schmunzelgeist, wo die Auszubildenden ihre eigene Schokolade herstellen konnten. In der Elisabeth-Knipping-Schule folgte anschließend ein intensiver Praxisteil rund um die fachgerechte Zerlegung eines halben Schweins. Dabei entstanden unter fachkundiger Anleitung unter anderem Schnitzel, Steaks, Bratwürste und Frikadellen. Zum Abschluss besuchte die Gruppe den traditionsreichen Fischzuchtbetrieb Rameil in Fritzlar. Dort standen Filetieren, Entgräten und ein gemeinsames Fischmenü auf dem Programm. Nach einem Abstecher zu den UNESCO-Welterbe-Wasserspielen in Wilhelmshöhe klang das Jugendcamp mit einer Drachenbootfahrt und einem gemeinsamen Grillabend am Fuldaufer aus.
Perspektivwechsel mit Potenzial
„Der Koch-Club hat ein großartiges Programm auf die Beine gestellt, und die Teilnehmenden waren trotz tropischer Temperaturen mit großem Interesse und viel Engagement dabei“, resümiert Landesverbandsvorsitzender Olaf Schönegge. Diesem positiven Fazit schließt sich auch der zweite Vorsitzende Florian Gärtner an: „Die Auszubildenden waren durchweg begeistert und dankbar für diese Möglichkeit“, sagt er. „Das Camp eröffnet den jungen Talenten neue Perspektiven auf den Kochberuf und die Ausbildung. Davon profitieren alle – die Teilnehmenden ebenso wie die Betreuer. Auch ich nehme jedes Mal neue Eindrücke mit. Vor allem das Netzwerken und der Austausch untereinander sind einfach unbezahlbar.“ Zum Abschluss des Camps überreichte Florian Gärtner allen Auszubildenden ihre Teilnahmeurkunden. Damit fand eine intensive Woche ihren offiziellen Ausklang. Das Jugendcamp 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der Austausch zwischen Auszubildenden, Ausbildungsbetrieben und ehrenamtlich Engagierten ist. Praxisnahe Weiterbildung, Teamgeist und regionale Genusskultur gingen dabei Hand in Hand. In welcher Stadt Hessens das Camp im nächsten Jahr Halt macht, steht noch nicht fest, aber dies: Auch 2027 wird die Erfolgsgeschichte des Jugendcamps fortgeschrieben.
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