Fotos: VKD/Grundrausch
Bevor es für Team Germany im November nach Luxemburg zum RAK Porcelain Culinary World Cup 2026 geht, stellen wir die Mitglieder der deutschen Köche-Jugendnationalmannschaft vor. Diesmal: Annika Kröger vom Supporter-Team.
Text Aina Keller Fotos VKD/Grundrausch
Mittendrin in ihrer Ausbildung: Annika Kröger lernt den Beruf der Köchin in der französischen Brasserie Hülsmann in Düsseldorf. Die 21-Jährige ist im dritten Lehrjahr.

Annika, warum wolltest du Köchin werden?
Mich haben Restaurantküchen schon früher fasziniert. Wenn ich irgendwo einen Blick in die Küche werfen konnte, fand ich es beeindruckend, wie dort gearbeitet wird und welche Techniken zum Einsatz kommen. Irgendwann habe ich angefangen, selbst viel zu kochen, dann ein Praktikum gemacht und schließlich entschieden: Das möchte ich beruflich machen. In unserer Familie bin ich die Erste, die diesen Weg in die Gastronomie einschlägt und es gefällt mir immer besser. Zuhause koche ich mittlerweile zwar weniger, weil nach einem Arbeitstag in der Küche manchmal die Motivation fehlt – dafür koche ich bei der Arbeit natürlich umso mehr.
Wie bist du zur Köche-Jugendnationalmannschaft gekommen?
Ich habe 2026 am Rudolf Achenbach Preis teilgenommen und dort einen Gutschein für ein Probetraining bekommen. Ich konnte mir anschauen, wie die Mannschaft arbeitet und bekam anschließend ich die Möglichkeit, weiter dabei zu sein. Mir gefällt, wie strukturiert hier gearbeitet wird und was gemeinsam aufgebaut wird. Und natürlich lernt man unglaublich viele neue Techniken kennen.
Mit welchen Zutaten und auf welchem Posten kochst du am liebsten?
Ganz klassisch: die Kartoffel. Das klingt vielleicht erst einmal nicht besonders, aber gerade aus so einem einfachen Produkt kann man unglaublich viel machen. Allein beim Püree gibt es unzählige Möglichkeiten und Ableitungen. Die Kartoffel ist bodenständig, vielseitig und einfach lecker. Bisher war die meiste Zeit am Gardemanger und habe auch einiges in der Pâtisserie gemacht. Mittlerweile würde ich sagen, dass Patisserie und Saucier zu meinen Lieblingsbereichen gehören. Wobei: Die Patisserie ist ein bisschen eine „Hassliebe“. Wenn alles funktioniert, ist sie richtig cool. Wenn etwas nicht klappt, kann ich sie aber auch verteufeln. Man muss dort sehr exakt arbeiten – fast ein bisschen wie in der Chemie. Beim klassischen Kochen kann man eher probieren und abschmecken. Genau dieser Unterschied ist spannend, aber manchmal eben auch herausfordernd.
Was würdest du einem jungen Menschen sagen, der überlegt, Koch oder Köchin zu werden?
Dass es einfach Spaß machen kann. Besonders dieses Gefühl, wenn in der Küche alles läuft: Jeder im Team weiß, was zu tun ist, alle werden genau zum richtigen Zeitpunkt fertig und am Ende passt alles zusammen. Wenn man diesen Moment erlebt, ist das schon eine richtig coole Sache. Vom Culinary World Cup habe ich übrigens bisher keine konkrete Vorstellung, aber ich freu mich darauf, es zu erleben.
Vielen Dank.
National Culinary Team Germany Team-News
Die deutsche Köchenationalmannschaft wird unterstützt von den Unternehmen Transgourmet Deutschland, RAK Porcelain, AMT Gastroguss, MKN, Victorinox, Ecolab, Kentaur, Dynamic, FRXSH, ScanBox und SIKA.