Thomas Wolffgang mit (v. l. n. r.) Schirmherr und Landrat Herr Ch. Tylsch, Max Scherbaum, Stephan Ziegler und Hanna Busse. Foto: David Ludley
Sachsen-Anhalts bedeutendster Kochwettbewerb hat unter Mitwirkung des Kochvereins Anhalt-Dessau den Sieger gekürt: das „Zieglers“ aus Wörlitz.
Text Kochverein Anhalt-Dessau e. V.
Die elfte Auflage vom Wettbewerb „Regionalgericht Anhalt“ war eine runde Sache – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Thema, das die Gastronomen umzusetzen hatten, lautete „Roulade mag doch jeder“. Wer jetzt die dampfende Rinderroulade mit Klößen und Rotkohl vom Weihnachtsfest vor Augen hat, dem sei diese schmackhafte Erinnerung gegönnt. Die neun teilnehmenden Gastronomen aus der Region Anhalt-Bitterfeld, Dessau-Roßlau und dem Landkreis Wittenberg interpretierten das Thema kulinarisch jedoch auch anders. Hähnchen, Fisch, Schwein, Wild und auch vegetarische Varianten kamen auf den Teller. In der Jury saßen neben Vertretern des Kochvereins Anhalt-Dessau e. V. auch die Regionalmarke Mittelelbe. Denn einige der Zutaten des Gerichts müssen aus der Region stammen. Den Vorsitz hatte der Autor, Vorsitzende des VKD-Landesverbands Mitteldeutschland und Berufsschullehrer Thomas Wolffgang.

Am Ende hatte der Titelverteidiger die Nase vorn. Das Team des „Zieglers“ in Wörlitz überzeugte die Jury mit einer „BBQ Roulade vom Fläminger Duroc Schwein“. Auf dem Treppchen landeten ebenso die „Seensucht“ aus Bitterfeld (Würzfleisch 2.0) und das „von Bora“ aus Wittenberg (Polo Fino vom Huhn). Jurychef Wolffgang: „Ich bin sehr stolz auf die elfte Auflage. Sie hat gezeigt, wie viel Kreativität in der Kulinarik unserer Region steckt. Ich muss nicht nach Leipzig oder Berlin fahren um außergewöhnlich essen zu gehen, außerdem gibt es viele Restaurants die ‚lecker wie bei Mutti‘ kochen, was mir persönlich ebenso schmeckt und gute Küche sein kann. Aber ich sehe auch wie der Wettbewerb sich entwickelt hat. Selbst die nach Jurypunkten hinteren Plätze hätten im ersten oder zweiten Jahr haushoch gewonnen. Dass das ‚Zieglers‘ im elften Wettbewerb zum vierten Mal gewonnen hat, zeigt: An diesem Haus führt auf der lukullischen Landkarte kein Weg vorbei. Was Brasilien für die Fußballweltmeisterschaft ist, ist das Zieglers für unseren Wettbewerb. Immer für einen Platz im Finale gut. “
Weitere Teilnehmer waren aus Dessau-Roßlau das „Hugos“, das „Tobi or not To Be“. Für den Landkreis Wittenberg gingen außerdem das „Best Western“ aus Wittenberg, „Alberts Treibhaus“ in Vockerode ins Rennen. Anhalt-Bitterfeld wurde vom „Heimathafen“ in Bitterfeld und „Zervesta Bowling“ in Zerbst vertreten. Max Scherbaum, der aktuell die Meisterschule besucht, konnte bei der Bewerbung des „Zieglers“ wortwörtlich zeigen, was er auf der Pfanne hat . Der 21-jährige Küchenchef: „Ich freue mich sehr über die Titelverteidigung. Nicht nur die Roulade, sondern auch mein ‚Gruß aus der Küche‘ haben die Jury begeistert. Da gab es ‚Senfei neu interpretiert und im Ei serviert‘. Mit einem Sieg habe ich nicht gerechnet und ich freue mich auch auf den nächsten Wettbewerb.“ Den soll es laut Wolffgang auch geben. „Die zwölfte Auflage ist in Planung. Wir wollen im Jahreskalender etwas nach vorn rutschen, um den Küchenchefs neue Möglichkeiten bezüglich der Zutaten zu eröffnen. Ein Thema ist schon so gut wie beschlossen, aber noch streng geheim, denn am Ende wird eh gemeckert“, erklärt er und gibt damit augenzwinkernd einen möglichen Fingerzeig.
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