Schließt die Kreisläufe! Der Wunsch von Claudia Lappöhn: Die Kreisläufe in der Gastrobranche logisch schließen und zukunftsorientierte Weichen stellen. Foto: Pexels

Digestif aus KÜCHE, Ausgabe 3/2021, von Claudia Lappöhn, Inhaberin der Sportgaststätte Leukersdorf und Vorstandsmitglied im Verein Chemnitzer Köche 1898 e. V.

Foto: Ralf Wendland
Claudia Lappöhn, Vorstandsmitglied im Verein Chemnitzer Köche 1898 e. V.. Foto: Ralf Wendland

Es gibt viele Themen, die mich in diesen herausfordernden Zeiten beschäftigen. In unserem Betrieb bemühe ich mich darum, den Überblick zu behalten und mit einer kleinen Mannschaft in der Küche möglichst wirtschaftlich zu arbeiten. So hat jeder von uns eigene Baustellen  

Eine Sache stört mich in letzter Zeit jedoch besondersIn nahezu allen Lebensbereichen gibt es Ketten und Produktionsschritte, die zwar einzeln für sich funktionieren, aber weit davon entfernt sind, einen sinnvollen Kreislauf zu bilden. Es scheint, als sei unsere Welt gerade größer geworden zu sein und gleichzeitig auch viel kleiner. An der einen Stelle wird etwas produziert, ohne sich mit den darauf folgenden Schritten auseinandergesetzt zu haben und an der nächsten Stelle muss es wieder zerlegt werden, um es weiter zu verarbeiten. Das ärgert mich und es beunruhigt mich auch. 

Weichen zukunftsorientiert stellen

Ein Beispiel dafür sind die Lebensmittelverpackungen, die wir für unseren Außer-Haus-Verkauf verwenden. Wir bemühen uns um ökologisch abbaubares Material und stellen dann fest, dass aufgrund der – bewusst gewählten – Bio-Beschichtung eine Mülltrennung bei dem Entsorger gar nicht möglich ist. Ähnliches gilt für die Entsorgung von Putzmitteln, die viele Fragen aufwirft und nicht zuletzt auch für den Einsatz von Futtermitteln in der Rinder- und Milchwirtschaft, in Verbindung mit der Belastung von Grundwasser. Als Unternehmer und Gastronomen stehen wir in der Mitte und versuchen, oftmals vergeblich, das Beste zu entscheiden und das Richtige zu tun. 

Mein größter Wunsch wäre, dass wir zukunftsorientierte Weichen stellen und wir es schaffen, die Kreisläufe logisch zusammen zu führen. Das gelingt meines Erachtens nur, wenn grundlegend in Lösungen gedacht wird und wenn nicht jeder nur für sich agiert. 


Wir geben Ihnen eine Stimme! Künftig möchten wir an dieser Stelle vermehrt Meinungen von VKD-Mitgliedern Raum geben. Schicken Sie uns eine Mail an anna.haeuser@vkd.com, wenn Ihnen ein Thema besonders am Herzen liegt. 


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