Die Diskussion über eine Abschaffung der Minijobs in der bestehenden Form erfüllt den Landesverband der Köche Bayern mit großer Sorge.
Eine solche Reform würde die Gastronomie und Hotellerie in Bayern existentiell bedrohen. Für unsere Branche wäre dies ein sehr negatives Zeichen.
Minijobs sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Personalstrukturen in Küchen, Restaurants, Hotels, Kantinen und Gemeinschaftsverpflegung. Sie ermöglichen flexible Arbeitszeitmodelle, sichern Spitzenzeiten ab und bieten Studierenden, Eltern, Rentnerinnen und Rentnern sowie vielen anderen Menschen eine realistische Möglichkeit, am Arbeitsleben teilzunehmen.
Die Abschaffung der Minijobs in ihrer bisherigen Form hätte gravierende Folgen:
– die bereits bestehenden Personalengpässe würden sich weiter massiv verschärfen
– Kleine und mittelständische Betriebe stünden vor dem Aus
– Arbeitszeitflexibilität würde zerstört
– Fachkräftemangel würde weiter stark eskalieren
– Systemrelevante Versorgung in Schulen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen wäre massiv gefährdet
Die Gastronomie ist ein zentraler Bestandteil der bayerischen Identität, der regionalen Wirtschaft und des gesellschaftlichen Miteinanders. Ohne Minijobs in ihrer bisherigen Form gerät dieses fragile Gleichgewicht ins Wanken.
Wir appellieren daher eindringlich an die politischen Entscheidungsträger:
*Reformen ja – aber nicht auf Kosten einer ganzen Branche.*
Die Abschaffung der Minijobs in der bestehenden Form würde die Gastronomie schwächen, nicht stärken, vielleicht sogar in Aus rücken und auflösen!
Der Landesverband der Köche Bayern steht bereit, konstruktiv an Lösungen mitzuwirken, die soziale Sicherheit und wirtschaftliche Realität miteinander verbinden.
Doch eine solche Reform darf nicht dazu führen, dass eine systemrelevante Branche in die Knie gezwungen wird.
Der 1. & 2. Vorstand der Köche Bayern e.V.
Ralf B. Meneghini und Alexander Kostadinov